Allerley Utensilien fürs Biwakieren ...

Biwak auf der Neustädter Elbseite (Canaletto-Blick)
Biwak auf der Neustädter Elbseite (Canaletto-Blick)

Ursprünglich gab es in befestigten Städten und Festungen eine innerhalb der Mauern befindliche Hauptwache und eine auf dem Glacis, also der freien, schussfeldgewährenden Fläche vor der Mauer, befindliche Beiwache. Als Gebäude für die Hauptwache sind heute u.a. noch die Neue Wache in Berlin, die Frankfurter Hauptwache und die Dresdner Schinkelwache erhalten. Die Beiwache hatte dabei die Aufgabe, schon frühzeitig einen nachts anrückenden Feind auszumachen und Alarm zu geben oder verspätete Ankömmlinge abzufertigen. Da es auf dem Glacis keine Gebäude gab, musste die Beiwache in Zelten kampieren.

Winterbiwak der Lichtensteiner Kanoniere
Winterbiwak der Lichtensteiner Kanoniere

Über das Niederländische wurde der Begriff der Beiwache / Biwake nach Frankreich entlehnt, wo er als Bivoque“, „Bivouac oder ähnliches recht bald zur Bezeichnung eines jeden Kampierens von Soldaten im freien Feld diente. Diese Ausdehnung des Begriffes mag wohl auch daher rühren, dass die Franzosen relativ früh die Befestigungen der innerfranzösischen Städte schleiften und damit ein regulärer Festungsbetrieb im französischen Innenland nicht mehr anzutreffen war. Zur Biwakausrüstung gehörten schon sehr frühzeitig die Zeltbahn, eine Wolldecke (in der Neuzeit ein Schlafsack) sowie Ess- und Kochgeschirr.

 

Quelle: www.wikipedia.org

Fourage & Tross ...

Im Söldner- und Soldatenjargon wurde "Fourage" als Lebensmittelbeschaffung bzw. euphemistisch auch das Plündern bezeichnet.

 

Dazu gehörten die schlimmsten Auswüchse, wie Brandschatzen, Vergewaltigung und Massaker an der Bevölkerung. Fouragiertrupps wurden auch als "Partei" bezeichnet.

 

Der Ausdruck "auf Partei gehen" nimmt dabei die Bedeutung von Fouragierung und Plündern an.

 

Der Begriff Tross bezeichnet, beginnend mit den ersten militärgeschichtlichen Überlieferungen bis etwa zum Ende des Zweiten Weltkriegs, rückwärtige Teile einer Militäreinheit, die Unterstützungsaufgaben insbesondere im Versorgungs- und Transportbereich übernahmen. Je nach Epoche und Größe der Militäreinheit sprach man von Legionstross, Feld-Equipage, Bataillonstross, Regimentstross, Divisionstross oder Armeetross. Im Rahmen der Marschordnung einer größeren Militäreinheit nahm der Tross tendenziell einen der hinteren und somit einen der vermeintlich sichereren Plätze ein. Der Tross hatte keinen aktiven Kampfauftrag und benötigte oftmals selbst Sicherungsmannschaften, die selbigen schützten.

Die Kanoniere biwakieren im Japanischen Palais zu Dresden
Die Kanoniere biwakieren im Japanischen Palais zu Dresden

Gelang es einer feindlichen Streitmacht den Tross zu vernichten oder zu erbeuten, dann stürzte dies die betroffene Armee oftmals in massive Probleme, da der Großteil der Nahrungsvorräte, der Ersatzwaffen, der Munitionsvorräte, des Zeltmaterials und vorhandener Werkzeuge verloren war. Im Rahmen eines militärischen Hinterhalts galt es deshalb als sinnvoll, sofern möglich, zuerst den schwach verteidigten Tross zu attackieren.

Im Dreißigjährigen Krieg und auch teilweise noch in den Schlesischen Kriegen gehörten zum Tross (Bagage) vor allem die Familien der Soldaten, die der Armee hinterher reisten und für die Versorgung der Soldaten zuständig waren (Logistiker, Ingenieure, Ärzte, Handwerker, Marketender u. Feldgeistliche) sowie viele andere Zivilpersonen. Dazu kamen oft Flüchtlinge, Marodeure und Prostituierte. Zwischen den Menschenmassen wurden oft ganze Herden von Nutztieren bewegt. Der zivile Anhang eines deutschen Heeres wurde vom sog. „Hurenwaibel“ verwaltet. Meist überstieg die Größe der Bagage die der kämpfenden Truppe um ein Vielfaches. Es konnte vorkommen, dass eine 1000-köpfige Armee von 500 Frauen und 300 Kindern begleitet wurde.

 

Quelle: www.wikipedia.org

Einblicke ins Lagerleben ...